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Das Schicksal der Funde aus Samarra
Nach Abschluß der zweiten Grabungskampagne zählte Ernst Herzfelds Fundjournal 1161 Nummern, wobei etliche dieser Nummern Fundgruppen bezeichnen, so daß die absolute Zahl an Funden wesentlich größer war. Dieses Fundmaterial umfaßt ornamentierte Stuckpaneele, Baudekor aus Marmor und Alabaster, Wandmalereien sowie geschnitzte und bemalte Holzpaneele. Die Ausgrabungen brachten auch eine große Zahl an Kleinfunden ans Tageslicht, darunter Keramik, Gläser sowie Objekte aus Steatit, Holz und Perlmut.
Ein Teil der Funde wurde in das Kaiser-Friedrich-Museum in Berlin überführt, ein anderer in die Kaiserlichen Museen nach Istanbul. Die meisten Fundobjekte wurde jedoch, sorgfältig verpackt, in Samarra selbst gelagert, wo sie 1917 von der British Army sichergestellt und dann nach London verbracht worden sind. Dort trat 1921 eine Kommission zusammen, welche über die endgültige Verteilung der Funde entscheiden sollte. So gelangten Funde aus Samarra in die Bestände des British Museum und des Victoria & Albert Museum in London. Der Rest der Funde wurde auf andere Sammlungen Islamischer Kunst verteilt, darunter das Museum für Islamische Kunst in Cairo, die Sammlung des französischen Archäologischen Institutes in Damaskus, das Museum für Angewandte Kunst in Kopenhagen, das Musée du Louvre in Paris und, in den USA, das Museum of Fine Arts in Boston, das Metropolitan Museum of Art in New York, das Michigan State University Museum in Ann Arbor/Detroit und das Cleveland Museum of Art in Cleveland/Ohio.
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Wandverkleidung im sog. I. Stil von Samarra
Stuck, heute im Museum für Islamische Kunst Berlin (SMB)
Irak, Samarra, Grabung Kaiser-Friedrich-Museum 1911, 'Haus III'
abbasidisch, Mitte 3. / 9. Jahrhundert
Aufnahme: Kaiser-Friedrich-Museum, 1922
© Museum für Islamische Kunst Berlin (SMB)
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