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'Es erfreut jeden, der es sieht'

Im Jahr 836 n. Chr., das dem Jahr 221 der islamischen Zeitrechnung entspricht, verließ der Kalif al-Mu'tasim Bagdad, um eine neue Residenz zu gründen. Er entschied sich für einen Platz auf dem linken Tigrisufer, etwa 125 km stromaufwärts von Bagdad, nicht weit nördlich der unvollendeten oktogonalen Stadt al-Mubarak (mod. Husn al-Qadisia), die von seinem Vater Harun ar-Rashid (reg. 170-193 H. / 786-809 n. Chr.) begonnen worden war.

Al-Mu'tasim nannte seine neue Residenz 'Surra Man Ra'a' - 'Es erfreut jeden, der es sieht'. Er befahl, Kanäle, Straßen, Moscheen, großzügige Paläste, Gärten und Pferderennbahnen zu erbauen. Rund um seinen Palast teilte al-Mu'tasim seinem Hofstab Grundstücke zu und dieser errichtete reich dekorierte Häuser. Innerhalb von wenigen Jahren wuchs Samarra, wie die moderne Stadt genannt wird, zur größten und bedeutendsten der Residenzen des arabischen Weltreiches heran.




Bab al-'Amma im Palast des Kalifen al-Mu'tasim
Irak, Samarra, 221-225 H. / 836-839 n. Chr.
Foto: Ernst Herzfeld, Deutsche Samarra Expedition 1911-1913
Berlin, Museum für Islamische Kunst (SMB) Sam-45

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