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Unter dem Kalifen al-Mutawakkil (reg. 232-247 H. / 847-861 n. Chr.) wurde die neue Residenz weiter ausgebaut. Die bebaute Fläche erreichte schließlich eine Ausdehnung von 57 km2. Wie die Quellen berichten, ließ al-Mutawakkil nicht weniger als 19 Paläste errichten. Nur wenige dieser Paläste sind bislang identifiziert. Neuer Kalifenpalast wurde der Qasr al-Dja'fari, der nördlich des ursprünglichen Stadtzentrums in unmittelbarer Nähe eines sasanidischen Palastesareals errichtet worden war. Für seinen Sohn al-Mu'tazz erbaute al-Mutaqakkil den Qasr Balkuwara im Süden der Stadt. Al-Mutawakkil erneuerte aber auch die Große Moschee von Samarra und ließ neben ihr ein spiralförmiges Minarett errichten - die Malwiya, - welches bis heute das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt ist.

Der sog. Qasr al-'Ashiq, welcher mit dem Namen al-Ma'shuq in den Jahren zwischen 264-269 H. / 878-882 n. Chr. auf der rechten Tigrisseite errichtet worden war, ist das späteste heute bekannte Bauwerk Samarras. Nach dem Tod des Kalifen al-Mu'tamid (reg. 256-259 H. / 870-892 n. Chr.) residierten die abbasidischen Kalifen wieder in Bagdad, das sie rund 60 Jahre zuvor verlassen hatten.

Samarra war in der Folge nicht unbewohnt. Die Geschichte der von al-Mu'tasim 221 H. / 836 n. Chr. gegründeten abbasidischen Residenzstadt endet jedoch nach weniger als einem Jahrhundert Ende des 3. / 9. Jahrhunderts. Das Dar al-Khilafa, der Palast des al-Mu'tasim, lag 291 H. / 903 n. Chr. in Ruinen.




Große Moschee von Samarra
erbaut unter dem Kalifen al-Mutawakkil.
Foto: Ernst Herzfeld, um 1911
E. Herzfeld, Erster vorläufiger Bericht über die Ausgrabungen von Samarra (Berlin 1912) Taf. 3.

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